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Labradore richtig füttern: Unsere Erfahrungen mit der Welpen- und Adult-Ernährung

  • 12. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Kein Thema beschäftigt Hundebesitzer mehr als die Frage nach der richtigen Fütterung.

Fünf Hundebesitzer – sechs Meinungen: Gerade bei der Ernährung wird leidenschaftlich diskutiert. Ganz vorn dabei ist das Thema B.A.R.F. (Biologisch Artgerechte Rohfütterung). Diese Form der Fütterung kann zweifellos eine sehr gute Möglichkeit sein, einen Hund artgerecht zu ernähren – allerdings nur, wenn man sich wirklich umfassend damit auskennt. Es ist entscheidend, genau zu wissen, welche Zusätze, Mineralstoffe und Kräuter in welchen Mengen benötigt werden. Fehlerhafte Zusammenstellungen können dem Hund im schlimmsten Fall schaden.


Auch die Fütterung mit Nass- oder Trockenfutter wird häufig kontrovers diskutiert und teils vehement verteidigt. Trockenfutter wird unter anderem ein Zahnpflegeeffekt nachgesagt, da durch das Kauen ein gewisser Abrieb entstehen kann. Nassfutter hingegen wird auch gern von mäkeligen Hunden angenommen und ist meist recht gut verdaulich.

Beide Fütterungsarten haben ihre Berechtigung – oft ist eine Kombination, etwa Trockenfutter als Hauptmahlzeit und Nassfutter als besonderes Highlight, eine gute Lösung. Entscheidend sind immer die Qualität des Futters und die individuelle Verträglichkeit.

 

Unsere Labrador-Fütterungsempfehlung 

Aus diesem Grund füttern wir ein hochwertiges, getreidefreies Trockenfutter mit hohem Fleischanteil. In diesem Futter sind alle wichtigen Nährstoffe im richtigen Verhältnis enthalten. Getreide muss nicht grundsätzlich verteufelt werden: Hochwertige Vollkorngetreide wie zum Beispiel Reis und Hafer können wertvolle Energiequellen sein. Dennoch dient Getreide oft nur als reiner Füllstoff und kann bei manchen Hunden Allergien auslösen.

Unsere Wahl fiel daher auf das Trockenfutter vom Hersteller „Wolfsblut“. Des Weiteren reichen wir unseren Labradoren hin und wieder Nassfutter als Highlight.

 

Nahrungsergänzung beim Labrador – sinnvoll oder nicht?

Da ein hochwertiges Alleinfuttermittel exakt ausbalanciert ist und eine ausgewogene Zusammensetzung hat, sollte bei gesunden Hunden grundsätzlich auf zusätzliche Nahrungsergänzungen verzichtet werden. Zusätze wie Kalk oder andere Nahrungsergänzungen sollten bei gesunden Hunden nur nach tatsächlichem Bedarf eingesetzt werden. Eine unnötige Zugabe kann das Nährstoffgleichgewicht stören.


Eine Ausnahme bilden bestimmte gesundheitliche Situationen (z. B. bei Gelenkproblemen, Trächtigkeit etc.), die jedoch nicht standardmäßig vorliegen und daher individuell mit dem Tierarzt abgestimmt werden sollten.

 

Labrador-Welpen richtig füttern ab der 5. Woche

Neun Labrador-Welpen fressen parallel aus ihren eigenen Näpfen das Wolfsblut Wild Duck Puppy Welpenfutter

Ab der 5. Lebenswoche werden unsere Welpen an „Wolfsblut Wild Duck Puppy“ gewöhnt. Die genaue Futtermenge für einen Labrador-Welpen richtet sich nach Alter, Gewicht, Wachstum und dem verwendeten Futter. Als Grundlage dient die Fütterungsempfehlung des Herstellers, die auf der Rückseite des Futtersacks zu finden ist.


Bei unserem Labrador-Typ Dual Purpose gehen wir von einem Endgewicht von etwa 28 kg bei Hündinnen und ca. 34 kg bei Rüden aus. Wichtig ist, die Entwicklung des Welpen regelmäßig zu beobachten und die Futtermenge bei Bedarf anzupassen. Grundsätzlich empfehlen wir, die Fütterung leicht unter der Herstellerempfehlung anzusetzen. Ob ein Labrador-Welpe optimal ernährt ist, lässt sich gut an seiner Gesamtkonstitution erkennen.


Welpen erhalten 3 Mahlzeiten pro Tag – morgens, mittags und abends.

Natürlich muss stets ausreichend frisches Wasser bereitstehen, am besten an einem Ort, den der Hund jederzeit selbstständig erreichen kann. Trockenfutter macht durstig!


 

Wann sollte auf Adult-Futter umgestellt werden?

Im Alter von etwa 12 bis 15 Monaten wird der Labrador bei uns auf ein hochwertiges Futter für erwachsene Hunde (Adult) umgestellt. Einen festen Stichtag gibt es hierfür nicht. Entscheidend sind Wachstum, Körperbau und die individuelle Entwicklung des Hundes.


Es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen – hier kann ausprobiert werden, was dem Liebling am besten schmeckt. Wir füttern unseren erwachsenen Hunden „Wolfsblut Wild Duck Adult“ und behalten die Fütterung mit 3 Mahlzeiten täglich bei. Das ist unserer Ansicht nach deutlich magenschonender. Natürlich kann auch auf 2 Mahlzeiten umgestellt werden: morgens die Hauptmahlzeit, abends eine kleinere Portion.


Von sogenannten „Hungertagen“, die gelegentlich empfohlen werden, halten wir nichts. Ein Wolf legt keinen Hungertag ein, um schlank zu bleiben – wenn er hungert, dann nur aus Not. Bei einer gut dosierten täglichen Futtermenge ist ein Fastentag unnötig.


 

Was wir gerade ausprobieren: Futter für große Hunderassen

Obwohl wir seit Jahren konstant bei unseren Futtersorten geblieben sind, schauen wir natürlich auch rechts und links. Bei der üblichen Futterbestellung sind uns die Large Breed Varianten aufgefallen. Laut Hersteller wurden die Large-Breed-Sorten speziell für Hunde mit einem Endgewicht von 26 bis 44 kg entwickelt und passen damit grundsätzlich gut zu unseren Labradoren. Neben größeren Kroketten enthalten sie zusätzliche Inhaltsstoffe wie Glucosamin, Chondroitin und Grünlippmuschel, die Knochen, Knorpel und Gelenke unterstützen sollen.


Das klingt zunächst einmal vielversprechend. Bei Welpen ist die Fütterung auf jeden Fall erst nach dem Zahnwechsel sinnvoll! Wir testen es und werden davon berichten. Wer vorher neugierig ist, findet hier die Links:

 

 

Labrador-Hündin Amy-Jane of Black Pearl's Treasure liegt im Platz und fokussiert einen Wolfsblut-Futterbrocken auf ihrer Pfote.

Fazit: Welches Futter für den Labrador?

Wir haben uns seinerzeit einen Tag Zeit genommen und die verschiedenen Futtersorten unterschiedlichster Hersteller angeschaut und recherchiert, was unser Umfeld füttert.


Während unser alter Rüde Baxter sein Leben lang mit Real Nature Wilderness gesund und zufrieden war, kam Pearly-Sue-Baby vom Züchter mit Wolfsblut daher. Beides sind aus unserer Sicht sehr gute und qualitativ vergleichbare Futtersorten im Premium-Segment. Letztlich gab für uns das Preis-Leistungs-Verhältnis den Ausschlag.


Bei der „perfekten“ Futterwahl ist es wichtig, genau auf die Zutaten zu schauen. Lasst euch nicht von Hochglanzfotos oder exklusiven Vertriebs- und Marketingstrategien blenden – bei manchen Systemen zahlt man eher für den Vertriebsweg als für das eigentliche Produkt. Testet, aber nicht permanent und immerzu. Trefft eine dauerhafte Entscheidung und hört auf euer eigenes Bauchgefühl.


Kontinuierliche Futterwechsel halten wir für deutlich weniger sinnvoll als eine durchdachte und langfristige Entscheidung. Welches Futter für einen Labrador geeignet ist, hängt letztlich auch vom einzelnen Hund und seiner Verträglichkeit ab.


Wir haben für uns das richtige Futter gefunden. Unsere Hunde haben ein schwarz glänzendes Fell, das nicht ins Braun abdriftet. Sie sind agil, fit und gesund. Und was wohl das Wichtigste ist: Sie fressen ihr Futter gern. Es soll wohl auch mäkelige Labbis geben – man mag es ja kaum glauben.

 

Wir hoffen, unser Beitrag hilft euch bei der schier endlosen Auswahl an Futtersorten ein wenig weiter. Aber: Es ist besser eine als keine Wahl zu haben.

Viel Erfolg!


  

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